Wie kann ich meine persönlichen Daten schützen? Durch Selbstdatenschutz!

Es handelt es sich hier um eine Zusammenfassung des relevanten Inhalts seitens der Datenbeschützerin. Hinweise oder Anmerkungen seitens der Datenbeschützerin bedeuten, dass diese Informationen nicht im Papier zu finden sind, sondern aus der Praxiserfahrung resultieren oder auf weitere Einträge verweisen.

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat einen Leitfaden für den Schutz der persönlichen Daten veröffentlicht. Auch wir als Datenschutzbeauftragte, Geschäftsführer oder Mitarbeiter sind letztendlich Privatpersonen und wollen unsere ganz persönlichen Daten schützen. Tipps, Tricks und Klicks bietet dieser Leitfaden.

Technik und Geräte

  • Prüfung der Datenschutzeinstellung bei Anschaffung neuer Geräte
  • Einrichtung von Zugangssperren Z.B. Boot-Sperre; Display-Sperre, PIN-Schutz der SIM-Karte
  • Nicht benötigte Dienste, wie GPS, WLAN oder Bluetooth deaktivieren
  • Kamera und Mikrofon ausschalten / überkleben
  • Installation von Antivirenprogrammen und eine Firewall für die Endgeräte – regelmäßige Updates installieren

Einrichtung von Passwörtern

Sichere Passwörter sind der Schlüssel zum Schutz vor unbefugten Zugriff. Folgende Empfehlungen sollten daher berücksichtigt werden:

  • Mind. 10 Zeichen
  • Groß-, Kleinbuchstabe, Zahlen und Sonderzeichen
  • Keine Wörter aus dem Duden, keine Eigennamen, Geburtsdatum, ABC- und Zahlenfolge
  • Nicht in unbekannten Umgebungen einloggen (z.B. offenes WLAN)
  • Regelmäßige Passwortänderung
  • Passwörter nicht auf dem Gerät oder im Browser speichern
  • Keine Weitergabe der Passwörter

Anmerkung der Datenbeschützerin

  • Für jeden Dienst (z.B. Social-Media, Onlineshops etc.) ein eigenes Passwort wählen
  • Problem und Folge: Die Passwörter können sich nicht gemerkt werden und es wird vermutlich immer das gleiche Passwort gewählt
  • Lösung: Verwendung eines Passwortsafes

Kommunikation mit mobilen Geräten

Kommunikation findet neben den Telefonat an sich über verschiedene Kanäle statt. E-Mail, Messenger-Dienste, SMS etc. Für die meisten Dienste werden Apps bereitgestellt, bei denen sich folgende Fragen gestellt werden sollten:

  • Benötige ich die App wirklich?
  • Wenn ja, welche Berechtigungen benötigt die App? Auf welche Daten möchte die App zugreifen?
  • Welche Privatsphäre-Einstellungen sind bereits gewählt und welche kann ich ggf. selbst vornehmen und optimieren?

Messenger-Dienste und Alternativen

  • Alternative zu Skype: Jitsi
  • Alternative zu WhatsApp: Threema, Signal, Open Whisper Systems

Anmerkung der Datenbeschützerin

WhatsApp wird derzeit für die geschäftliche Kommunikation als nicht datenschutzkonforme eingestuft.

E-Mail-Kommunikation

  • Übertragungsweg verschlüsseln (z.B. TLS, SSL) – bereits vorhanden bei Outlook oder Thunderbird
  • Freemail-Anbieter verschlüsseln zwar den Weg, jedoch nicht in den Inhalt und werten diesen für Werbeeinblendungen und zur Abwehr von Spam aus
  • Bei sensiblen Inhalten der E-Mail z.B. Bankverbindungsnummer, Gesundheitsdaten sollte auch der Absender die E-Mail inhaltlich verschlüsseln

Spam und Phishing

  • Kein Öffnen von Anhängen und Links von unbekannten Absendern
  • Deaktivierung der HTML-Ansicht, um gefährliche Inhalte zu deaktivieren
  • Kein Versand oder Eingabe von persönlichen (sensiblen) Daten in beigefügten Links in der E-Mail

Hinweis der Datenbeschützerin

Beim Öffnen der E-Mail kann noch kein Schaden angerichtet werden. Um zu überprüfen, wo der Link in der E-Mail hinführt, ist es ratsam, einfach mit dem Mauspfeil über den Link zu fahren. Dabei wird die Empfängeradresse oberhalb des Mauszeigers angezeigt. Meist sind Spam- oder Phishing-Mails mit Links wie https://www.amazon.de versehen. Beim Überfahren des Links werden jedoch meist nicht zuordenbare Empfängeradressen angezeigt.

Schutzmaßnahmen beim Surfen im Internet

  • Browser-Cookies regelmäßig löschen oder
  • Speicherung durch Browser-Einstellungen verhindern – durch das Setzten von Cookies können Bewegungsprofile auf der Webseite erstellt werden
  • Surfen im Privat-Modus
  • Alternative Suchmaschinen verwenden z.B. Ixquick, DuckDuckGo, Startpage
  • Verschlüsselung von Dateien, die in der Cloud gespeichert sind
  • Hochgeladene Bilder / Videos z.B. in sozialen Netzwerken nicht für jeden öffentlich zugänglich machen

Hinweis der Datenbeschützerin

Was das soziale Netzwerk Facebook über einen gespeichert hat und wie man an seine Daten gelangt, kann in unserem Blogartikel „Facebook Datenschutz- was weiß Facebook über mich?“ nachgelesen werden.

Schutz beim Einkaufen und Bezahlen

  • Nutzung von Onlineshops, die ein Gütesiegel oder anderweitige Zertifikate nachweisen können
  • Bestellungen nur vom eigenen Gerät aus tätigen
  • Prüfung, ob bei Bestellvorgängen eine verschlüsselte Datenübertragung „https“ vorliegt
  • Bestellung als „Gast“ abwickeln – Daten werden nur für die jeweilige Datenabwicklung gespeichert
  • Bei Registrierung nur die Pflichtangaben ausfüllen
  • Webseiten zum Onlinebanking nicht über Suchmaschine aufrufen – Gefahr von Phishing-Seiten
  • Kontoabbuchungen regelmäßig prüfen und bei Unstimmigkeiten die Bank informieren

Anmerkung der Datenbeschützerin

Die oben genannten Tipps und Hilfestellungen können auch z.B. in Mitarbeiterschulungen mit einfließen. So können die Mitarbeiter auch was für ihr Privatleben mitnehmen.

Selbstdatenschutz! Tipps, Tricks und Klicks

Die Broschüre wird hier nicht zum Download angeboten. In der Broschüre wurde keine Aussage getroffen, ob das Papier anderweitig zum Download angeboten werden darf. Der Leitfaden kann sich im nachstehenden Quellenlink heruntergeladen werden.

Quelle

Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM): https://www.blm.de/aktivitaeten/medienkompetenz/materialien/selbstdatenschutz.cfm

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